Interlexikon-Internetpioniere

DIMAWEB-Interlexikon (Fachbegriffe)

INTERNETPIONIERE

Paul Baran

Paul Baran hatte die Idee, Informationen in Datenpakete zerlegt zu versenden - eine Grundlage für das staufreie Funktionieren eines Netzwerkes. Er erfand den Bereich der Paketvermittlung, ein Konzept für die Gestaltung des ARPANET und dem Standard TCP/IP-Protokoll auf dem das Internet heute beruht.

Die Geschichte der Paketvermittlung begann an der historischen Forschungsorganisation RAND. Die RAND Corporation „Research and Development“, deutsch: Forschung und Entwicklung, ist eine Denkfabrik in den USA, die kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Santa Monica, Kalifornien gegründet wurde, um die Streitkräfte der USA zu beraten.

Leben und Wirken

Im Jahr 1959 trat ein junger Elektroingenieur namens Paul Baran der RAND Corporation bei. Die US Air Force hatte zu diesem Zeitpunkt erst vor kurzem eines der ersten großen Computer-Netzwerke für SAGE Radar Abwehrsysteme eingerichtet und bekundete ein zunehmendes Interesse an einem widerstandsfähigen Wide Area Kommunikationsnetz, welches sich auch im Falle eines nuklearen Angriffes reorganisieren und auf Aktivitäten der Sowjetunion reagieren konnte.

Baran leitete eine Untersuchung zur Entwicklung von survivable Kommunikationsnetzen. Deren Ergebnisse wurden der Air-Force im Sommer 1961 zunächst als Briefing „B-265“ und „B-2626“ vorgestellt. Danach (1964) als eine Reihe von elf umfangreichen Arbeiten mit dem Titel „On Distributed Communications“.

Baran`s Studie beschreibt eine erstaunlich detaillierte Architektur für ein verzweigtes, überlebensfähiges, paketvermittelndes Kommunikations-Netzwerk. Dieses Netzwerk war in der Lage, trotz Zerstörung einzelner Komponenten einem Verlust der Kommunikation zu widerstehen, da jeder Computer mit einem oder mehreren anderen Computern verbunden werden konnte.

1964 beeinflussten Roberts und Kleinrock die Entwicklung des ARPANET-Netzwerkes und ein paar Jahre später bestanden bereits die Grundlagen von TCP/IP, die das heutige Internet begründen.

Eine anderer dieser wissenschaftlichen Entwicklungen war Baran`s Paketvermittlung. Ein paar Jahre später wurde von Donald Davies am National Physical Laboratory eine Paketgröße von 1024 Bit erreicht. Diese Idee wartete fast darauf entdeckt zu werden.

Baran verließ später RAND und warb bei Unternehmen und privaten Anlegern in den frühen 1970er Jahren für seine Idee und gründete Metricom. 

Auszeichnungen

Paul Baran erhielt auch zahlreiche Auszeichnungen. Darunter den IEEE Alexander Graham Bell Medal und den Marconi International Fellowship Award. 

Quellenangaben

http://derstandard.at/1297821669284/Internetpionier-Paul-Baran-gestorben (Artikel v. 28.03.2011)

http://www.livinginternet.com/i/iw_packet_inv.htm (Paketswitching History - Living Internet)

http://www.wired.com/wired/archive/9.03/baran.html (Founding Father - März 2001)

http://www.networkworld.com/news/2011/032811-paul-baran-packet-switching-obit.html (27.03.2011)

http://futurezone.at/digitallife/2458-internetpionier-paul-baran-gestorben.php (28.03.2011)

http://www.krone.at/Digital/Internetpionier_Paul_Baran_gestorben_-_erfand_Datenpakete-Wegweisende_Ideen-Story-253469 (Artikel auf Krone v. 29.03.2011)

Robert William Taylor

Robert William Taylor (geboren 1932 in Dallas, Texas) auch als Bob Taylor bekannt, ist ein US-amerikanischer Informatiker, der als einer der treibenden Kräfte in der Entwicklung des Internets gilt.

Auch leistete er wertvolle Beiträge auf dem Gebiet der Personal-Computer Technik und anderen verwandten Technologien.

Er war von 1965 bis 1969 Direktor der ARPA, von 1970 bis 1983 Gründer und später Manager des Xerox PARC Computer Science Laboratory und Gründer sowie Geschäftsführer des Digital Equipment Corporation Systems Research Center bis 1996.

Frühes Leben

Als Kind reiste Taylor mit seinem Vater, einem methodistischen Pfarrer, durch Texas. Im Alter von 16 Jahren besuchte er die Southern Methodist University. Kurzzeitig diente Taylor während des Korea-Krieges bei der United States Navy. Danach ging er zurück an die University of Texas. Dort machte er seinen Abschluss in experimenteller Psychologie mit den Nebenfächern Mathematik, Philosophie, Englisch und Religion. Während des Studiums in experimenteller Psychologe und Mathematik, widmete er sich bereits der Hirnforschung.

Taylor unterrichtete weiter Mathematik und war auch als Basketballtrainer an einer Sportschule in Florida tätig. Aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten wechselte Taylor in die Ingenieurspate bei diversen Flugzeugherstellern. Nach seiner Tätigkeit für den Rüstungskonzern Martin Marietta Corporation, wurde im Jahr 1961 die NASA auf Taylor aufmerksam, nachdem er ein Forschungsprojekt für ein Flug-Kontroll-Simulations-Display einreichte.

Karriere

Taylor war bei der NASA in Washington, DC, während der Kennedy-Regierung, für die Sicherung diverser wissenschaftliche Projekte wie zb. das Apollo-Programm für bemannte Mondlandung verantwortlich. Im Jahr 1962 lernte Taylor den neuen Leiter einer Forschungsabteilung bei der der Advanced Research Project Agency (ARPA), J.C.R. Licklider kennen. Licklider hatte ebenso wie Taylor eine Diplom-Arbeit in der Psychoakustik ausgearbeitet und veröffentliche 1960 einen Artikel für neue, moderne Möglichkeiten der Computernutzung.

Ebenso lernte er weitere Visionäre wie Douglas Engelbart am Stanford Research Institute (SRI) in Menlo Park, Kalifornien kennen. Taylor war maßgeblich für die finanzielle Unterstützung des von Engelbart angestrebten Projektes der Computer-Display-Technologie am SRI, die die Entwicklung der sogenannten „Computer-Maus“ zum Ziel hatte, beteiligt. Die erste öffentliche Demonstration einer, durch eine „Maus“ bedienbare Benutzeroberfläche wurde später als „die Mutter aller Demos“ bekannt.

1968 führte Engelbart bei der Joint Computer Conference in San Francisco dem Führungsteam des SRI auf einem großen Bildschirm vor, wie ein Computer aus der Ferne, der sich zu diesem Zeitpunkt im Menlo Park befand, mit seiner von ihm entwickelten Maus bedienen lies.

Im Jahr 1965 wechselte Taylor von der NASA zu ARPA, wo dieser die Position des Direktors übernahm. 1970 gründete er die Xerox PARC Computer Science Laboratory´s und war als Manager tätig.

Taylor war ebenso für die Digital Equipment Corporation tätig und gründete das Systems Research Center (SRC) in Palo Alto. Vom SRC wurden unter anderem Projekte wie die Modula-3-Programmiersprache, das erste Multi-Thread Unix-System und der erste Benutzeroberflächen-Editor entwickelt.

Ruhestand

Taylor begab sich im Jahr 1996 in den Ruhestand und lebt in Woodside, Kalifornien. Im Jahr 2000 äußerte er Bedenken über die zukünftige Kontrolle des Internet und Zugriff mit den Worten:

„Es gibt im Internet wesentlich mehr Arten eine große Anzahl von Menschen zu gefährden, als die Gefahr auf der Autobahn. Es ist möglich, dass Menschen Netzwerke, die sich selbst reproduzieren erschaffen die nur sehr schwer oder gar nicht zu abzustellen sind. Ich möchte, dass jeder das Recht hat, diese Netzwerke zu benutzen, aber es muss eine Möglichkeit geben, Verantwortung dafür zu übernehmen. Wird diese Möglichkeit für jedermann frei zugänglich? Wenn nicht, wird es eine große Enttäuschung sein…“

Auszeichnungen

1984 erhielt Taylor den ACM Software Systems Award sowie im Jahr 1999 die National Medal of Technology and Innovation. 2004 verlieh die National Academy of Engineering Taylor die höchste Auszeichnung, den Draper Prize. 

Quellenangaben

History interview with R. W. Taylor (University of Minnesota, 01.04.2011)

Building the Internet - Bob Taylor won National Medal Technology (California Almanac, 30. 03. 2011)

Internet and use of the computer as communication device (University of Texas, 14.09.2009)

An Internet Pioneer Ponders the Next Revolution (The New York Times, 20.12.1999)

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